Zahnersatz

Kronen und Brücken


Kronen und Brücken ersetzen Einzelzähne bzw. versorgen mehrere zu ersetzende Zähne. Bei der Brücke dienen zwei oder mehrere Zähne als Pfeiler zum Überspannen einer Lücke. Überkronungen werden auf etwas abgeschliffene, natürliche Zahnkronen oder auf ein bzw. mehrere Implantate gesetzt.

Dieser festsitzende Zahnersatz kommt der natürlichen Situation am nächsten und ist in der Lage, anders als herausnehmbarer Zahnersatz (Zahnprothese), die normale Kaufunktion nahezu vollständig wiederherzustellen.

Vollguss


Die Vollguss-Krone besteht komplett aus Edelmetall, (Goldlegierung) oder Nichtedelmetall. Dies lässt sich höchst präzise verarbeiten, ist langlebig und relativ preisgünstig.

Vorteile:
  • Gute Bioverträglichkeit
  • Lange Haltbarkeit, 10-30 Jahre
  • Preisgünstig
  • Glatte Oberfläche, kaum Anhaftung von Zahnbelägen
  • Dauerhaft guter Randschluss

Nachteile:
  • Nicht zahnfarben, sichtbar
  • Wärme-/Kälteübertragung auf den Zahn



Metallkeramik


Hier handelt es sich um eine Metallkrone, die mit Keramik verblendet wird.

Sie ist farbstabil, abriebfest und ästhetisch hochwertig.

Vorteile:
  • Gute Bioverträglichkeit
  • Hohe Ästhetik
  • Glatte Oberfläche, kaum Anhaftung von Zahnbelägen
  • Hohe haltbarkeit, 10 - 15 Jahre

Nachteile:
  • Kleiner Metallrand über dem Zahnfleisch sichtbar
  • Wärme-/Kälteübertragung möglich
  • Schädigung gegenüberliegender Zähne durch die Härte des Materials möglich



Vollkeramik


Keramik ist licht undurchlässig und lässt sich mit Pigmenten sehr differenziert einfärben; der ideale Werkstoff, um die natürliche Zahnsubstanz täuschend ähnlich zu imitieren.

Da sie härter als Zahnschmelz ist, können gegenüberliegende natürliche Zähne abgerieben werden.

Gleichzeitig ist das Material spröde und daher nicht bruchfest.

Vorteile:
  • Sehr gute Bioverträglichkeit
  • Optimale Ästhetik
  • Glatte Oberfläche, kaum Anhaftung von Zahnbelägen
  • Hohe Haltbarkeit, 10-15 Jahre
  • Keine Wärme-/Kälteübertragung auf den Zahn

Nachteile:
  • Keramikbruch möglich
  • Schädigung gegenüberliegender Zähne durch die Härte des Materials möglich



Galvano


Galvano-Kronen bestehen aus einer sehr feinen Goldschicht, die mit Keramik verblendet wird.

Das galvanisch aufgetragene Gold lässt sich höchst präzise verarbeiten und ist als goldfarbener Untergrund die ideale Basis für eine lichtdurchlässige Keramikverblendung, die eine künstliche Krone absolut natürlich wirken lässt.

Vorteile:
  • Sehr gute Bioverträglichkeit
  • Ideale Passgenauigkeit
  • Optimale Ästhetik
  • Glatte Oberfläche, kaum Anhaftung von Zahnbelägen
  • Hohe Haltbarkeit, 10-15 Jahre
  • Dauerhaft guter Randschluss

Nachteile
  • Keramikbruch möglich
  • Schädigung gegenüberliegender Zähne durch die Härte des Materials möglich



Implantat


Ein Implantat ist eine künstliche, in die Kieferknochen eingesetzte "Zahnwurzel" . Es wird in den Kieferknochen über ein Schraubgewinde eingedreht und verbindet sich innerhalb von 3 bis 6 Monaten mit dem umgebenden Knochen zu einer festen, belastungsfähigen Einheit.

Zahnimplantate bestehen zumeist aus Titan, aber auch aus Keramik.

Sie können für alle Versorgungsarten verwendet werden, die auch auf natürlichen Zähnen möglich sind, z.B. als Einzelzahnersatz, als Brückenpfeiler und als Pfeiler für herausnehmbaren Zahnersatz.

Wann kommt ein Implantat zur Frage?


Frontzahnlücke:


Innerhalb der Zahnreihe fehlt ein einzelner Zahn. Die Lücke ist auf beiden Seiten von natürlichen Zähnen begrenzt.

Große Zahnlücke:


Innerhalb der Zahnreihe fehlt ein Zahn oder mehrere Zähne nebeneinander. Die Lücke ist beidseitig von natürlichen Zähnen begrenzt.

Freiende:


Am Ende der Zahnreihe fehlt ein Zahn oder mehrere Zähne nebeneinander. Natürliche Zähne grenzen nur auf einer Seite an.

Zahnloser Kiefer:


Ober- und/oder Unterkiefer sind völlig zahnlos.


Und so geht es!


Mit einem kleinen Schnitt wird die Mundschleimhaut geöffnet und der Knochen freigelegt. Dann schafft der Zahnarzt mit einem speziellen Bohrer das genau zum Implantat passende Lager im Knochen. Nach dieser Vorbereitung wird das Implantat eingesetzt und die Mundschleimhaut wieder geschlossen. Nach ca. drei Monaten ist das Implantat so fest im Knochen verwachsen, dass es belastet werden kann. Während dieser Zeit ermöglicht ein Provisorium das Kauen und Sprechen.

Sobald das Implantat eingeheilt ist, wird - wieder unter lokaler Betäubung - die Mundschleimhaut direkt über dem Implantat geöffnet und ein "Aufbau" auf das Implantat gebracht: entweder zementiert, geklebt oder verschraubt. Darauf wird dann - ebenfalls fest verbunden - der Zahnersatz gebracht, also die Krone.


Prothesen


Teilprothese


Die Teilprothese gehört zum herausnehmbaren Zahnersatz.

Sie wird sinnvoll, wenn viele Zähne zu ersetzen sind, der finanzielle Aufwand eine Rolle spielt, keine großen Ansprüche auf den Tragekomfort bestehen oder ein festsitzender Zahnersatz aus medizinischen Gründen nicht machbar ist. Die Verankerung mit dem Restgebiss erfolgt über Klammern von Geschieben, Teleskopen u.ä., zum Halt der Prothese an noch vorhandenen natürlichen Zähnen.

Modellguss-Prothese


Die Modellgussprothese ist eine kostengünstige, ästhetisch eher unbefriedigende Teilprothese. Sie besteht aus einem gegossenem Metallgerüst mit Halteklammern, sowie einem oder mehreren Prothesensätteln mit künstlichen Zähnen.

Vorteile:

  • Gut zu pflegen
  • Leicht erweiterbar
  • Kostengünstig
  • Nachteile:
  • Ästhetisch stark eingeschränkt, Klammern sind sichtbar
  • Abrieb der natürlichen Zähne durch die Klammern
  • Ungünstige Hebelkräfte am Restzahnbestand
  • Reduzierte Haltbarkeit



Teleskop-Prothese


Sie zählt zur Kategorie des kombinierten Zahnersatzes, da die Kaukraft zum Teil von den Verankerungen und zum Teil von der Mundschleimhaut aufgenommen wird. Die Prothese wird über Teleskopkronen (eine Art Doppelkrone) auf den Haltezähnen verankert.

Vorteile:
  • Gute Passform
  • Ästhetisch anspruchsvoll, keine sichtbaren Klammern
  • Günstige Belastung der Restzähne
  • Gut zu pflegen
  • Leicht erweiterbar
  • Nachteile:
  • Erhöhter Platzbedarf für "Doppelkronen"
  • Kostenintensiv


Geschiebe-Prothese


Bei der Geschiebeprothese übernehmen Geschiebe die Verankerung der Teilprothesen an Pfeilerzähnen, die dazu überkront werden. Geschiebe und Pfeilerzähne bilden eine unsichtbare Abstützung für den Zahnersatz

Vorteile:
  • Gute Passform
  • Ästhetisch anspruchsvoll, keine sichtbaren Klammern
  • Günstige Belastung der Restzähne
  • Gut zu pflegen
  • Lange Haltbarkeit
  • Leicht erweiterbar

Nachteile:
  • Pfeilerzähne müssen für die Überkronung beschliffen werden
  • Kostenintensiv



Vollprothese


Die Vollprothese ist ein herausnehmbarer Zahnersatz für zahnlose Kiefer. Eine exakte Anpassung und regelmäßige Kontrollen sind nötig, damit es nicht zu einer möglichen Rückbildung des Kieferknochens kommt. Adhäsions-Kohäsionskräfte und das Vakuum, das sich zwischen Kiefer und Prothese bildet, sorgen für ihren Halt.



Inlays


Ein Inlay kann aus verschiedenen Materialien, wie Gold, Keramik, galvanische Keramik, hergestellt werden. Es wird im Gegensatz zu direkt im Munde gefertigten Füllungen aus Amalgan oder Composite, zahntechnisch im Labor gefertigt. Das Inlay wird in der Regel im Seitenzahnbereich präpariert und ersetzt Teile der Kaufläche, jedoch nicht die Höcker des Zahnes.

Gold-Inlay


Unter allen zur Zeit zur Verfügung stehenden Materialien ist die Goldlegierung bisher unerreicht bezüglich ihrer Langlebigkeit und Mundbeständigkeit.

Vorteile:
  • Gute Bioverträglichkeit
  • Lange Haltbarkeit, 10 - 30 Jahre
  • Glatte Oberfläche, kaum Anhaftung von Zahnbelägen
  • Dauerhaft guter Randschluss

Nachteile:
  • Nicht zahnfarben, sichtbar
  • Wärme-/Kälteübertragung auf den Zahn



Keramik-Inlay


Edle Hochleistungskeramiken lassen das Licht natürlich durchschimmern - dadurch sind sie selbst bei näherer Betrachtung nicht von echten Zähnen zu unterscheiden.

Vorteile:
  • Sehr gute Bioverträglichkeit
  • Optimale Ästhetik
  • Glatte Oberfläche, kaum Anhaftung von Zahnbelägen
  • Hohe Haltbarkeit, 10 - 15 Jahre
  • Keine Wärme-/Kälteübertragung auf den Zahn

Nachteile:
  • Keramikbruch möglich
  • Schädigung gegenüberliegender Zähne durch die Härte des Materials möglich



Galvano-Inlay


Ein hauchdünnes Goldkäppchen wird mit Keramik verblendet. Mit dieser Technologie wird eine sehr hohe Präzision erreicht. Außerdem lässt der warme Goldton die Keramikverblendung täuschend echt aussehen.

Vorteile:
  • Sehr gute Bioverträglichkeit
  • Ideale Passgenauigkeit
  • Optimale Ästhetik
  • Glatte Oberfläche, kaum Anhaftung von Zahnbelägen
  • Hohe Haltbarkeit, 10 - 15 Jahre
  • Dauerhaft guter Randschluss

Nachteile:
  • Keramikbruch möglich
  • Schädigung gegenüberliegender Zähne durch die Härte des Materials möglich
  • Ein sehr feiner Goldrand ist als Kontur des Inlays erkennbar

Unsere Leistungen: Implantologie - Oralchirurgie - Parodontologie - Prophylaxe - Behandlung unter Vollnarkose (Zahnbehandlungsangst)
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