• Zahnentfernung
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  • Wurzelspitzenresektion
  • Knochenersatzmaterial

Wurzelspitzenresektion (WSR)

Abb.: Eine Entzündung des Zahnmarks ist häufig der Beginn von Zahnschmerzen!

Abb.: Eine Entzündung des Zahnmarks ist häufig der Beginn von Zahnschmerzen!

Die häufigsten Ursachen von Schmerzen oder Überempfindlichkeiten der Zähne (z.B. Wärme, Kälte oder Druck) sind Resultate eines entzündeten Zahnmarks (Pulpa). In der Regel reicht eine professionelle Wurzelbehandlung Ihres Zahnarztes aus, um dem entgegenzuwirken. Schreitet die Entzündung jedoch über die Wurzelspitze hinaus oder bleibt unbehandelt, kommt es zur Infektion des Kieferknochens und schwere Abszesse (Eitergeschwüre) in Hals- und Gesichtsbereich sind die Folge. Nun sollten weitere zahnmedizinische Behandlungsschritte, wie eine sog. Wurzelspitzenresektion, eingeleitet werden. In unserer Praxisklinik in Schleiden, bekommen Sie das gesamte Spektrum der Endodontie geboten.

Wann ist eine Wurzelspitzenresektion unvermeidlich?

Ist die Zahnnervenentzündung erst einmal so weit vorangeschritten, dass auch der Kieferknochen in Mitleidenschaft gezogen wird, entscheidet sich unsere Fachzahnärztin für Oralchirurgie Frau Dr. Esser für die Wurzelspitzenresektion. Des Weiteren kommt es zu dieser Art endodontischer Behandlung, wenn:

  • der Zahn bereits wurzelbehandelt wurde, jedoch die Schmerzen weiter bestehen bleiben
  • die Entzündungsherde im Knochen nicht vollständig behoben wurden und der Zahn erneut durch eine Wurzelspitzenresektion behandelt werden muss
  • der Entzündungsherd sehr groß ist (ca. 4-5mm)
  • bei Verletzung oder Freilegung der Wurzelspitze, um eine Zyste zielgerecht zu entfernen (chirurgischer Eingriff)
  • starke Verformungen eine normale Wurzelbehandlung nicht zulassen
  • Zähne, deren Wurzelkanäle so blockiert sind, dass sich diese mittels spezieller zahntechnischer Instrumente nicht eröffnen lassen
  • die Zahnwurzel nahe der Wurzelspitze abgebrochen ist und es dadurch zu einer weiteren Infektion kommen würde

Ablauf einer Wurzelspitzenresektion:

Bei der Wurzelspitzenresektion handelt es sich um eine ambulante zahnmedizinische Behandlung, welche im Allgemeinen unter lokaler Betäubung abläuft. Bei besonders angst- oder schmerzempfindlichen Patienten, bietet Ihnen unsere Schleidener Praxisklinik die Möglichkeit einer Sedierung (z.B. Dämmerschlaf oder Vollnarkose) an.

Abb.: Röntgenbilder helfen dabei, den lokalen Entzündungsherd optimal zu identifizieren!

Abb.: Röntgenbilder helfen dabei, den lokalen Entzündungsherd optimal zu identifizieren!

Primäres Ziel der Wurzelspitzenresektion ist es, möglichst alles Entzündungsgewebe an der Wurzelspitze zu entfernen, wobei der infizierte Teil der Wurzelspitze des betroffenen Zahnes mit entfernt wird.

Zu Beginn der Behandlung wird Fachzahnärztin Frau Dr. Esser sowohl eine allgemein zahnmedizinische Untersuchung bei Ihnen durchführen, als auch eine Röntgenaufnahme des betroffenen Zahns (sog. „Zahnfilm“) erstellen. Das Zahnfleisch an dem erkrankten wurzelgefüllten Zahn wird operativ eröffnet und der Entzündungsherd freigelegt. Nun kann mit Hilfe geeigneter Instrumente das entzündete Gewebe sorgfältig entfernt sowie die Wurzelspitze gekappt werden. Falls sich eine Zyste ausgebildet haben sollte, wird diese ebenfalls entfernt. Als letzter Schritt werden die Wundränder mittels resorbierbarer Fäden vernäht. Gegen die Schmerzen erhalten Sie von unserem fachzahnärztlichen Team geeignetes Schmerzmittel, gegebenenfalls ist die postoperativeEinnahme eines Antibiotikums erforderlich. In der Regel werden die Fäden, auch wenn sie resorbierbar sind, nach ca. 10 Tagen entfernt.

Gibt es Risiken bei einer Wurzelspitzenresektion?

Die Erfolgschancen, dass nach einer Wurzelspitzenresektion der bakterielle Entzündungsherd so gut wie abgeklungen ist, hängen unter anderem davon ab, wie lange und wie ausgedehnt die Entzündung an der Wurzelspitze ist als auch von der Wurzelanzahl. Generell haben mehrwurzlige Seitenzähne eine schlechtere Prognose als einwurzlige Zähne, die eine gute Erfolgsprognose aufweisen. Neben allgemeinen Risiken, welche nach jedem operativen Eingriff bedacht werden müssen, wie seltene Blutungsstörungen oder Wundinfektionen, sind die Negativauswirkungen einer Wurzelspitzenresektion eher gering. Aus diesem Grund legt Fachzahnärztin für Oralchirurgie Frau Dr. Esser generell einen großen Wert auf exaktes, fachkundiges und steriles Arbeiten sowie den persönlichen Bezug auf die individuellen Präferenzen eines Patienten.

In Einzelfällen können nach einer Wurzelspitzenresektion folgende Symptome auftreten: Nahe der unteren Zahnwurzeln liegt ein Nerv, welcher sowohl für das Gefühl der Unterlippe, des unteren Zahnfleischs als auch der Zähne zuständig ist und bei Beschädigung zum Taubheitsgefühl eben dieser Regionen führen kann. Im Falle sehr engstehender Zahnwurzeln können benachbarte Wurzelregionen während des endodontischen Eingriffes beschädigt werden. Falls eine Infektion auch über einen längeren Zeitraum nicht abklingt, kann in letzter Instanz die Entfernung des entzündeten Zahneserforderlich werden!